Muffel Nunu
Ärztliche
Betreuung
Dr. Mechthild Fecke-Peitz und ihr Team sind bekanntlich freundlich, kompetent und bißfest. Letzteres ist bei Nunu zwar im Regelfall unwichtig (nur einmal, als sie kastriert werden sollte, hat sie beim Spritze setzen in einem Rundumschlag Frau Dr. Rufer in den kleinen Finger und Karlheinz in die Nase gebissen), aber trotzdem: Diese Tierarztpraxis ist nur zu empfehlen! Das gilt auch nachdem Dr. Martina Rufer als ehemalige Mitarbeiterin von Dr. Mechthild Fecke-Peitz diese Praxis übernahm.
Arbeit Ihrem Naturell entsprechend ist Nunu ein richtiger Wachhund. Nichts entgeht ihr.

In Hörste sitzt sie deshalb am liebsten entweder vor dem Terrassenfenster oder beobachtet vom Sessel im Arbeitszimmer (und inzwischen von der Fensterbank, da Karlheinz eine Brücke und zwischenzeitlich sogar eine quer durch den Raum reichende Rampe gebaut hat) die Straße. In Rechlin ist die Terrassentür der Beobachtungsposten, aber nur, weil zu den anderen Seiten normalerweise kein Ausblick möglich ist. Schon so manches Mal hat ihr Lautgeben uns mitten in der Nacht wach gemacht.

Außerdem muß sie einmal im Monat zusammen mit Muffel im Lippstädter Tierheim anläßlich des "Tages der offenen Tür" die Kasse am Waffel-Stand bewachen.

Autofahren Nunu fährt ebenso gern Auto wie Muffel. Kaum heißt es "Autofahren" und die beiden rennen zur Haustür, legen sich in voller Größe davor und warten ... (Mit Tobie hat sich das nicht geändert!)

Nunu will selbstverständlich die erste im Auto sein. Aber normalerweise hat Muffel den Vortritt. Nach seinem Kreuzbandriß hat sich das aber geändert, weil er nicht mehr so kann wie früher.

Während der Fahrt wird selbstverständlich genau beobachtet, ob denn auch der richtige Weg eingeschlagen wird. Gelegentlich muß jemand draußen verbellt werden und außerdem ist sie einfach nur neugierig.

Wenn es auf "große Fahrt" - etwa zur Müritz - gehen soll und Koffer und Taschen gepackt werden, dann teilen sich die beiden die Arbeit des Aufpassens: Nunu legt sich zwischen die Koffer und Taschen und Muffel verfolgt Karlheinz und Lydia auf Schritt und Tritt. So können die beiden nicht vergessen werden! Das ist mit Tobie anders: Beide nerven solange, bis sie im Auto sitzen - noch bevor etwas anderes eingepackt werden kann.

Im Gegensatz zu Muffel fährt Nunu gern Cabrio. Deshalb ist ihr Lieblingsauto der Honda Beat. Nachteilig ist nur, daß man darin so tief sitzt, daß sie kaum etwas sehen kann. Also sitzt sie bei Karlheinz auf dem Schoß und läßt sich den Wind um die Ohren wehen!

Beißen ... ist ein Ausdruck der Zuneigung! Knöchel, Handgelenke, das Kinn und die Nase sind bevorzugte Körperteile bei Menschen, um diese Art der Zuneigung zu zeigen. Bei Hunden kommen der Schwanz und - sofern vorhanden - Schlappohren hinzu. Und Nunu kann sehr wohl unterscheiden, wie kräftig sie wo zubeißen darf!

Nur wenn sich Nunu belästigt fühlt, dann ist der Biß in die Nase ernst gemeint.

Erste
Hitze
Genau einen Tag vor ihrem halbjährigen Geburtstag bekam Nunu ihre erste Hitze. Leider stand ihre Mama nicht zur Verfügung, um ihr zu erklären, was mit ihr geschah. Sie war sichtlich irritiert. Irgendwie war alles anders als noch gestern!

In der dritten Nacht konnte sie gar nicht schlafen. Voller Unruhe stand sie immer wieder auf, schnupperte, leckte sich, suchte einen anderen Platz auf. In dieser Nacht fehlte ihr die Mama ganz besonders. Gutes Zureden, Streicheln und Kraulen, wohin sie sich auch nach jeweils wenigen Minuten des Verweilens begab, waren für die vermuteten beruhigenden "Worte" ihrer Mama sicher nur ein schwacher Ersatz.

Instinktiv hielt sie sich sauber. Das Höschen zogen wir ihr nur deshalb an, weil so Muffel bei eventuellen Versuchen vom Erfolg abgehalten wurde. Lydia kam auf die Idee mit den Pampers. Einen Schlitz für den Schwanz in die kleinste Babygröße geschnitten und schon sind alle Probleme der Hygiene beseitigt! (Heutzutage gibt es fertige Pampers für Hunde zu kaufen.)

Muffel war natürlich höchst interessiert. Schnupperte was das Zeug hielt, verhielt sich aber - mit Ausnahme von drei Tagen - sehr zurückhaltend. Ist er normalerweise schon der Beschützer seiner kleinen Nunu, so wuchs er in diesen Wochen über sich hinaus: Selbst Rüden, denen er sonst aus dem Wege ging, verjagte er, sobald sie sich Nunu näherten.

Frechheit
siegt
... wie im wirklichen Leben. Ein kleiner Hund wird häufig nicht ernst genommen, schnell übersehen und verdrängt. Deshalb ist dieses Motto Nunus Lebensdevise.

Als wir sie aus dem Reichenbacher Tierheim in Limbach abholten, stellte sich heraus, daß sie mit sieben anderen Hunden, die z. T. erheblich größer und älter waren als sie, in einem Raum zusammen gelebt hatte. Sie war auf jeden Fall die kleinste und jüngste. Großes Gebelle begleitete Nunu, als sie aus der Gruppe herausgefischt wurde. Karlheinz, der dabei war, beschlich allerdings das Gefühl, ein freudig-erleichtertes Gebelle wahrzunehmen: Jetzt sind wir sie glücklich los!

In der Welpenschule wurde sie einmal von drei großen Rüden in Bedrängnis gebracht. Beim ersten quitschte sie, daß der vor Schreck zurückwich, dem zweiten biß sie kräftig in die Nase, daß der jaulend Leine zog und der dritte meinte darauf hin, es wäre wohl besser, von ihr abzulassen und verkrümelte sich unauffällig.

Freunde Nunu ist praktisch zu allen Hunden freundlich. Sie integrierte bereits in der Welpenschule Außenseiter, indem sie sich ständig um sie bemühte und sie zum Spielen aufforderte. Angst vor fremden Hunden kennt sie nicht. Allerdings ist sie mit zunehmendem Alter bei Erstannäherungen vor allem bei viel größeren Hunden vorsichtiger geworden. Aber alle Nachbarn zu ihren Freunden.
Futtern Nunu futtert fast alles. Selten lehnt sie etwas ab, z. B. bestimmte Käsesorten. Zu ihrem Speiseplan gehören dagegen Äpfel, Mandarinen, Gurken, Paprika, Salat u. ä.

Unerwarteterweise gab es zwischen ihr und Muffel von Anfang an keinen Futterneid. Jede/r besitzt ihren/seinen eigenen Napf, der dann, wenn Lydia und Karlheinz futtern, frisch gefüllt jeder/jedem vor die Nase gestellt wird - selbstverständlich bevor die Zweibeiner etwas bekommen. Nach einigen Bissen tauschen die beiden dann die Näpfe: Im jeweils anderen könnte sich ja etwas besseres befinden!

Bei Tobie hat sich das Fehlen von Futterneid fortgesetzt. Nunu erhält als ältere stets zuerst etwas. Beide leeren dann ihren jeweiligen Napf und sollte Tobie noch Hunger haben, dann kontrolliert er Nunus Napf, ob für ihn eine Kleinigkeit übrig geblieben ist. Wirkliches Gerangel um etwas Eßbares gibt es zwischen Nunu und Tobie nicht. Kauknochen und Besonderheiten wie Straußen-Magen, Kaninchen-Ohren usw. können selbstverständlich gegenseitige Begehrlichkeiten wecken. Aber das führt nicht zu wirklichem Futterneid. In den letzten Jahren, in denen Nunu wegen ihrer zahlreichen Krankheiten spezielles Diätfutter bekam, wurde sie allerdings auf Tobie neidisch und der knurrte sie im Gegenzug an. Das ist leider so geblieben, obwohl inzwischen beide wieder das gleiche Futter erhalten.

Wo hat Nunu nur das Betteln gelernt? Muffel bettelt nämlich nicht (naja, er sitzt nur unter dem Tisch und blickt sein Opfer mit einem Auge unverwandt an). Sitzen Karlheinz und Lydia oder Gäste am Tisch oder knistert irgendwo eine Tüte, schon ist Nunu zur Stelle. Weil sie so klein und zart ist, wirkt der Blick des "verhungernden" Hundes eigentlich immer. Im schlimmsten Fall muß sie sich aufdringlicher bemerkbar machen und legt die Vorderpfoten auf die Oberschenkel der Person, die ein bedauernswertes Geschöpf Gottes durch eine milde Gabe vor dem Hungertod erretten kann.

Kaum weniger schnell ist Nunu, wenn jemand in die Küche geht. Muffel befindet sich dann in ihrem Schlepptau. Es wird genau beobachtet, was dort geschieht. Es könnte ja etwas abfallen! Dieses Verhalten hat Tobie sofort übernommen - nur liegt der meistens gegenüber dem Eingang an der Wand angelehnt.

Leckerlis als Belohnung und einfach so zwischendurch werden natürlich auch gern genommen.

Herum
tollen
.
Hundeschule .
Ihr
Frosch
Nunu mag Kuscheltiere. Gelegentlich muß sie einfach eines durch die Gegend tragen oder Lydia und Karlheinz bzw. Gäste auf diese Weise auf sich aufmerksam machen.

Nur mal so zum "Anfassen" holt sie sich aber nur ihr Lieblings-Kuscheltier, einen Frosch. Diesen "armen Kerl" hat Nunu selbst gefunden. Eines Tages entdeckte sie den etwas angeschmuddelten Frosch gegenüber Seppels Haus unter einer Hecke. Offenbar hatte ein jüngeres Kind das Kuscheltier verloren. Karlheinz legte den Frosch auf die Hecke, um auf ihn aufmerksam zu machen. Am nächsten Tag war der Frosch aufgrund der Witterung naß, lag aber immer noch auf der Hecke. Als er sich am darauffolgenden Tag noch immer am selben Fleck befand, durfte Nunu ihn mit nach Hause nehmen.

Krankheiten

Nunu zog sich im Laufe der Zeit mehrere schwerwiegende Krankheiten zu:

  • Cushing

  • Herz

  • Schilddrüse

  • Nieren

  • Kreuzbandriß

Karlheinz ist ganz neidisch, denn sie bekommt mehr Medikamente als er.

Schlafen .
Schoßhund Weil Nunu so klein und zart ist, wird sie als Schoßhund angesehen. Aber wenn sie es nicht will, dann ist sie viel zu schnell und zu geschickt, um sich erwischen zu lassen. Andererseits liebt sie es, von erhöhter Position alles rundherum beobachten zu können. Deshalb sitzt sie meistens gern auf dem Schoß.
Schwimmen Nunu hat bei uns im Gartenteich schwimmen gelernt - unfreiwillig, aber inzwischen gefällt es ihr wohl.

Luna und Nunu tollten mal wieder herum und waren außer Atem. Ein Schluck Wasser als Erfrischung tut in diesem Fall immer gut. So beugten sich beide dicht nebeneinander stehend über das Ufer unseres Gartenteichs und tranken. Irgendwie stieß die drei Mal so große Luna Nunu dabei so an, daß die Kleine ins Wasser fiel. Sofort begann sie zu paddeln und rettete sich ans Ufer. Kaum war dieses Abenteuer überstanden, wurde Luna durch Hineinwerfen ihres Balles in den Gartenteich gelockt. Nunu wollte selbstverständlich mitspielen und begab sich auch ins Wasser. Aber während Luna bequem auf dem Teichgrund stehen kann, mußte Nunu zum Ball schwimmen. Beim nächsten Wurf wollte Nunu Luna zuvor kommen und sprang mit einem großen Satz vom Ufer ins Wasser und war tatsächlich schneller!

Dabei - beim Sprung ins Wasser - ist es geblieben: Nunu geht nicht hinein, sondern legt den ersten halben Meter in der Luft zurück, taucht vollständig unter und kommt prustend an die Oberfläche, um dann nach Stöckchen, Ball oder sonstigem zu suchen.

Spazieren
gehen
.
Spielen ... besteht für Nunu vor allem im Herum tollen. Sie besitzt zwar einiges an Spielzeug, sie nutzt es auch beim Spiel für sich alleine, aber das schönste ist und bleibt das Herum tollen mit anderen Hunden. Deshalb: Sobald irgendwo action ist, ist Nunu zur Stelle, um mitzumachen. Lautstark werden dann Hund oder Mensch aufgefordert, sie mitspielen zu lassen. Und wenn gar nicht gespielt wird? Macht nix, dann fordert sie zum Spiel auf.
Stuppsnase .
Türen ... besitzen für Nunu eine besondere Anziehungskraft. Da ihre Stuppsnase nicht ausreicht, auf Spalt offenstehende Türen selbst zu öffnen, mußte sie sich etwas einfallen lassen, damit die Türen sich öffnen. Häufig ist Muffel der Türöffner. Kräftiges Kratzen mit den Pfoten ist aber genauso wirkungsvoll: Entweder bewegt sich das Türblatt oder irgendein Zweibeiner denkt an die Kratzer und hat ein Erbarmen. Tobie und sie sind allerdings faul: Beide warten mehr oder weniger geduldig, bis sich ein Zweibeiner erbarmt und die Tür öffnet.

Automatisch mit Bewegungsmelder sich öffnende Türen sind daher Nunus ganze Freude. Ein Einkaufsbummel durch die Einkaufsmeile ist deshalb nicht nur wegen der vielen unterschiedlichen Gerüche von Interesse. Doof ist ein Bummel allerdings sonntags, dann öffnen sich die Türen trotz aller Versuche nicht!

Verkrümeln Gelegentlich benötigt selbst so ein Wirbelwind wie Nunu ihre Ruhe. Dann verkrümelt sie sich am liebsten in eine stille Ecke, wo sie niemand sofort entdeckt.

Es gibt zwar einige Lieblingsplätze (in Hörste gleich hinter dem Regenschirmständer im Eingang oder der speziell präparierte Sessel im Arbeitszimmer, der auch hervorragend als Beobachtungsposten dienen kann; in Rechlin die Ecke der Wohnzimmer-Sitzbank, wobei das ein Platz ist, den sie sich mit Muffel teilen muß), aber sie nutzt auch nur temporär vorhandene Möglichkeiten:

Am Schuckenhof im Gartenstuhl läßt sich's gut ruhen und gleichzeitig beobachten, was Rowdy macht.

In Hörste im Schlafzimmer zwischen Sessel und Muffels Körbchen liegt meistens etwas herum, was durch Muffels Versuch etwas zu verstecken, zum selber Verstecken bestens geeignet ist.

Noch während des Aufbaus der Wohnzimmer-Sitzbank in Rechlin benötigten nicht nur die "Handwerker" eine Pause!

Zwischen den Sesseln im Arbeitszimmer in Hörste ist für kleine Hunde ebenfalls genug Platz.

Vögel ... sind komische Lebewesen. Lange wußte Nunu nichts mit ihnen anzufangen, denn immer, wenn sie sich einem näherte, dann war er auch schon weg.

Aber einmal gelang es ihr, sich einen kleinen Vogel zu fangen. Der arme Kerl hatte sich im Wohnzimmer verirrt und fand keinen Ausgang mehr. Während er verzweifelt an der großen Fensterscheibe hin und her und rauf und runter flog, geriet er in die Reichweite von Nunus Fängen und schwupps - hatte sie ihn. Gaaaaanz vorsichtig hielt sie ihn zwischen den Zähnen und ließ ihn sofort los, als Karlheinz ihr das befahl. Dem kleinen Kerl wurde keine Feder gekrümmt! Er bekam aber wohl einen gehörigen Schrecken und dürfte seinen Enkeln an langen Winterabenden ein außergewöhnliches Erlebnis zum Besten geben können ("Ich im Rachen des Teufels.").

Wirbelwind Nunu ist ein quirliger Wirbelwind. Sie steckt voller Energie - außer in ihren Ruhephasen. Kommt sie ins Zimmer gefegt, dann wirbelt der Kopf herum, um zu sehen, was sie anstellen kann. Nichts ist vor ihr sicher! Dabei macht sie nichts kaputt.

Stühle, Sessel, Sofas, Tische sind ja nur dazu da, auf sie drauf zu springen.

Da liegt jemand auf dem Fußboden? Der kann doch nur mit ihr spielen wollen, sonst würde er dort nicht liegen.

Wenn nichts los ist und die Schlafmützen mal wieder nur pennen, dann muß man sie eben wach machen!

E-Mail luk.korbmacher@t-online.de