Komponenten des ICVS

Im Jahre 1998 nahm Honda auf dem eigenen Gelände am Twin Ring Motegi den Probebetrieb des Intelligent Community Vehicle System (= ICVS) auf. Da die Tragfähigkeit des Konzepts überprüft werden sollte, wurden alle Komponenten des Systems aufgebaut, obwohl die Größe des Geländes dies nicht notwendig machte.

Sichtbarster Teil des ICVS sind die sogenannten Ports, an denen sich die gerade nicht ausgeliehenen Fahrzeuge befinden. Ein Port ist zunächst nur ein spezieller Bereich von Parkplätzen mit verschiedenen technischen Einrichtungen für die jeweiligen Fahrzeuge, an dem sich außerdem ein ICVS-Terminal befindet.

Honda unterscheidet vor allem Einzel-Port-Systeme und Multi-Port-Systeme, weil Multi-Port-Systeme erheblich höhere Anforderungen an die Logistik stellen als Einzel-Port-Systeme, da bei ihnen zwischen den einzelnen Ports ein Austausch der Fahrzeuge stattfinden kann.

IntelliShare Port - (c) IntelliShare, USA
Am ICVS-Terminal - vor allem wie es für den Probebetrieb am Twin Ring Motegi 1998 vorgestellt wurde - wird für den Nutzer des ICVS die sich hinter dem System verbergende Logistik erahnbar, wenn er mit seiner Chip-Karte, die seine persönlichen Daten enthält, das System für sich zugänglich gemacht hat. Vier Funktionen bietet das System an: die Auswahl eines Fahrzeugs, die Ausleihe eines Fahrzeugs, die Rückgabe eines Fahrzeugs und die Berechnung der Ausleihegebühr sowie, falls gewünscht, deren sofortige Abbuchung vom Bankkonto des Nutzers. Dafür, daß stets ausreichend viele der gewünschten Fahrzeuge am Port stehen, sorgt die Logistik und das, obwohl bei einem Multi-Port-System die Rückgabe des benutzten Fahrzeugs nicht an dem Port geschehen muß, an dem das Fahrzeug ausgeliehen wurde.
 
Die Chip-Karte dient gleichzeitig als Schlüssel für das ausgewählte Fahrzeug. Dadurch wird die Handhabung für den Nutzer erheblich vereinfacht, weil er sofort losfahren kann, ohne vorher im Port die Schlüssel zu holen.

Die automatische Berechnung der Ausleihegebühr erleichtert die Arbeit für den System-Manager und schafft für den Nutzer Transparenz, da er bereits vor Antritt der Fahrt über die entstehenden Kosten informiert wird.

Zur Auswahl standen am Twin Ring Motegi mit seinen vier Ports vier Fahrzeug-Typen, während im Rahmen anderer Projekte weniger verschiedene Typen und andere Modelle in der Erprobung waren. Verwendet wurden besonders umweltfreundliche Fahrzeuge: