Almas-Serie

Schon früh nahm Honda auf die Belange von Behinderten Rücksicht und fertigte Sondermodelle verschiedenster Serien-Fahrzeuge, die Behinderten das Selbst-Fahren ermöglichen oder beim Mit-Fahren Erleichterung bieten.

Logo Almas-Serie

Der Name Almas leitet sich vom spanischen "el alma", zu deutsch "die Seele", ab und soll wohl andeuten, daß es sich hier um Fahrzeugbau handelt, der auch humanistische Ziele verfolgt.

Das Angebot reicht inzwischen von Fahrzeugen mit drehbarem Beifahrersitz oder einem Hebesitz, über Fahrzeuge zum Transport von Rollstuhlfahrern, über die Steuerung eines Fahrzeugs nur mit Hilfe von Armen und Händen (Techmatic System), bis hin zur Bedienung eines Fahrzeugs durch Personen ohne Hände (System Franz).

Das Techmatic System ging bereits im Jahre 1976 "in Serie".

So vielschichtig die Behinderungen von Menschen an ihren Beinen seien können, so vielschichtig sind auch die Möglichkeiten der Unterstützung durch technische Lösungen, die die Honda Ingenieure anbieten. Deshalb sind Fahrzeuge mit dem Techmatic System im Grunde genommen stets Einzelstücke.

 

   

Im Jahre 1982 lieferte Honda das erste mit einem System Franz ausgestattete Fahrzeug aus.

Eberhard Franz verlor 1957 bei einem Arbeitsunfall als Monteur für Hochspannungsleitungen beide Arme. Bis 1965 tüftelte der begeisterte Autofahrer an einem System zur Steuerung eines Autos nur mit Hilfe der Füße bzw. der Knie. Mit dem linken Fuß, der in einen Spezialschuh schlüpfen muß, wird gelenkt. Der rechte Fuß ist wie bei einem "normalen" Fahrzeug mit automatischem Getriebe für Gas und Bremse zuständig. Weitere Funktionen wie Blinker, Licht, Scheibenwischer werden durch entsprechede Schalter mit dem rechten Knie ausgelöst.

Honda übernahm das System Franz für den japanischen Markt und entwickelte es ständig weiter. So ist es inzwischen möglich, nach Entfernen der Spezialteile für die Lenkung, das Fahrzeug wieder wie ein "normales" Auto zu benutzen.